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Naturschutz

Die Experten beim ersten Tiroler Golfsymposium in Kitzbühel waren sich einig: Die restriktive Golfplatzpolitik in Tirol sei überhaupt nicht nachvollziehbar, vor allem das Naturschutz-Argument sei „absoluter Schwachsinn“.


Kitzbühel – Für die meisten Golfer spielt Geld keine oder zumindest eine geringe Rolle. Sagt Hans Ruisz, Chef der Marketingplattform Golf in Austria. Bestätigt wird er in seiner These, die auch dem gängigen Klischee entspricht, durch touristische Zahlen, die aufhorchen lassen. Rund 398.000 Nächtigungen verbucht Kitzbühel im Sommer. 61.000 davon entfallen auf Golftouristen, was einem Anteil von rund 15 % entspricht. Insgesamt geben die Touristen 33 Millionen Euro aus, die Golfer decken 11,5 Millionen Euro ab. Somit bringen 15 Prozent der Golfer-Nächtigungen 35 Prozent der Ausgaben. Eine Bilanz, die laut Ruisz vor allem die politischen Entscheidungsträger berücksichtigen sollten.

„Natürlich ist in Kitzbühel der Anteil an Golftouristen höher als in anderen Regionen. Klar ist jedoch, dass die Golfer einfach viel mehr Geld da lassen als die anderen Gäste“, sagte der Golf-in-Austria-Geschäftsführer. Das sollte laut Ruisz doch Grund genug sein, die Bedeutung von Golf endlich anzuerkennen. Von Förderungen will Ruisz in diesem Zusammenhang gar nicht sprechen. „Verhindert‘s nix, dann sind wir ja eh schon zufrieden“, meinte der Golf-in-Austria-Chef in Richtung Politik.

Hans Ruisz war nur einer der vielen Experten, die beim ersten Tiroler Golfsymposium mit dem Titel „Perspektiven des Golftourismus im Alpenraum“ im Hotel Grand Tirolia in Kitzbühel ihre Standpunkte verdeutlichten. Vor allem die Situation in Tirol betreffend, waren sich die Teilnehmer weitestgehend einig. „Die Auflagen für Golfplätze sind in Tirol total überzogen. Das hat in den vergangenen 20 Jahren viel an Entwicklung gekostet. Das Naturschutzargument ist absoluter Schwachsinn“, sagte Hermann Unterdünhofen, Vorstandsmitglied des österreichischen Golfverbands. In letzter Zeit sei zwar eine Verbesserung spürbar, Tirol brauche aber nach wie vor mehr Golfplätze, betonte Unterdünhofen. Johannes Lamberg, langjährig erfolgreicher Golfspieler und -schulleiter aus Kitzbühel, bezeichnete Golfplätze gar als „den besten Naturschutz überhaupt“. Die Politik solle dem Markt „freies Spiel lassen“, dann würde sich alles von selbst regeln“, meinte Unterdünhofen.

Für Tirol seien touristisch gesehen die Märkte Schweiz, Deutschland, die Niederlande und auch Urlauber aus Österreich interessant. Der Golftourismus habe nach wie vor großes Potenzial. Ziel müsse es sein, „die Gäste im Winter auf den Sommer aufmerksam zu machen und somit zu gewinnen“, erklärte Lamberg.

Das Tiroler Golfsymposium, das rund 150 Teilnehmer verbuchte, soll keine einmalige Veranstaltung bleiben, erklärte Sebastian Kaiser, der mit der Kufsteiner Fachhochschule für die Organisation des Events verantwortlich war. „Das Thema Golf sowohl auf wissenschaftlicher als auch auf praktischer Ebene zu beleuchten, bietet sehr viele Möglichkeiten. Wir wollen das Symposium auf jeden Fall wiederholen.“

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